Baldur


Baldur bekamen wir im Februar 2015 mit 8 Monaten vom Falkner. Er wurde auf einem Pferdehof auf dem Misthaufen sitzend gefunden, auf dem er drei Tage verbrachte, bevor der Falkner verständigt wurde. Er päpelte ihn eine Woche lang auf, dann brachte er ihn zu uns, um ihn auf sein Leben in der Freiheit vorzubereiten. Doch leider stellten wir fest, dass er ein Bein und einen Flügel gebrochen hatte. Das Bein wuchs fast problemlos zusammen, doch der Flügel machte uns Schwierigkeiten.

Er kann zwar immer noch nicht fliegen, doch er darf sich frei in unserem großen Gehege bewegen. Man sieht deutlich, dass ihm das Leben bei uns gefällt und es ihm an nichts mangelt. Tagsüber ist er draußen, abends geht er freiwillig in seine große Schlafvoliere.

 


Sputnik


Ende Dezember 2016 ist er schon mal bei uns für ein paar Wochen zur Pflege, da seine Besitzer mehrere Monate Urlaub machen. Da sie im März 2018 nach Thailand auswandern und ihn nicht mitnehmen können, überlassen sie ihn uns schweren Herzens als Dauergast. Leider ist er seit einem schweren Unfall schwerstbehindert. Ihm fehlt der Unterschenkel. Trotzdem kommt er sehr gut damit zurecht und kann selbstständig seine Nahrung aufnehmen. Sputnik ist gerne bei uns und ist handzahm.

Er und seine Herzensdame Momo sind in einer sehr großen Freiflugvoliere untergebracht.


Momo


Momo kommt als Nestling 2018 zu uns. Sie wird ganz alleine in einem Feld gefunden. Der Finder beobachtet erst mehrere Stunden lang, ob ein Elternvogel die Kleine füttert. Leider Fehlanzeige. Um sie vor Fressfeinden zu schützen bringt er das Küken zu uns. Wir päpeln die total dehydrierte kleine Maus auf. In der Zwischenzeit hat sie sich zu einem sehr hübschen Mädchen entwickelt. Leider können wir auch sie nicht mehr in die Freiheit zurücklassen, da sie ein kaputtes Beinchen hat und sie sich deshalb draußen nicht ernähren kann.

 


Styrax


Am 5. Dezember 2018 bekommen wir von einer Familie aus Metten einen Anruf, dass sie eine Dohle aufgenommen haben, die auf dem Lidl-Parkplatz die Menschen um Futter anbettelte.

Eine Stunde später bringen sie sie zu uns. Unschwer erkennen wir sofort, dass es ein sehr abgemagertes Jungtier ist, das wahrscheinlich von Menschen aufgezogen wurde und fast handzahm ist. Da der kleine Mann total nach Weihrauch riecht, nennen wir ihn Styrax (teurer Weihrauch). Er entwickelt sich prächtig und wird immer frecher. Für uns ist er manchmal ein Sargnagel, da er die Wohnung total verwüstet, aber nachdem wir wieder "klar Schiff" machen, sieht die Welt schon besser aus. Er ist total auf mich (Elvira) fixiert. Willi mag er nur, wenn er ihm morgens ein bisschen Sprühsahne aus der Tasse klauen darf, bzw. dann, wenn ich nicht da bin. Für mich ist er ein kleiner Sonnenschein.


Igor


2018 fällt er in Deggendorf aus dem Nest und wird von seinen Eltern nicht mehr versorgt.

Eine nette Dame nimmt sich seiner an, betreut ihn über Nacht und bringt ihn am nächsten Tag zu uns.

Er ist sehr neugierig und lässt sich das Futter noch in den Schnabel geben. Erdbeeren sind nicht so sein Ding.

Kirschen hingegen mag er gerne. Mal schauen, wie er sich entwickelt.

Bei der Untersuchung stellen wir fest, dass er einen doppelten Oberschenkelbruch hat. Den kriegen wir aber wieder hin.

 

Igor auf Ziehpapa Willi´s Arm.

28.06.2018

Igor entwickelt sich prächtig. Sein Oberschenkel-Bruch ist fast verheilt.

Inzwischen frisst er selbstständig und probiert immer neue Laute aus...

Wie man unten sieht, hat er auch schon ein paar Freund gefunden.


Mimu


Ein erneuter Hilferuf aus Metten: Eine junge Krähe kann nicht mehr fliegen und irrt in einem Garten herum. Da rundherum viiiiele Katzen sind, und die Frau den Vogel retten möchte, ruft sie mich an. Da ich an diesem Tag sowieso in Metten zu tun habe, nehme ich die kleine Maus sofort mit. Igor freut sich sehr über die neue Gefährtin und nimmt mir einen Tag nach ihrer Ankunft sogar das Atzen ab.


Josef, der Gefängnisvogel


Ein besonderer Hilferuf aus der JVA Straubing:

Ein Häftling schreibt in einen Bittbrief an uns, dass wir einen jungen, flugunfähigen Raben, der in der JVA im Garten landete, aufnehmen sollen. Dem Mann und seinen Mitgefangenen liegt das Tier sehr am Herzen. Sie geben ihm den Namen "Hansi" . Sie glauben,  dass dieser wahrscheinlich den Winter nicht überleben wird.

Normalerweise bitten wir die Finder, die Tiere zu uns zu bringen. Dieses Mal machen wir mal eine Ausnahme. Wir fahren nach einem Telefonat mit der zuständigen Stelle sofort los und versuchen, den Vogel (kein Rabe sondern eine Dohle mit kaputten Flügelfedern und ohne Schwanz) so sanft als möglich zu fangen. Dies gelingt uns relativ schnell, da er nur noch flattern, aber nicht mehr fliegen kann.

 

Zu Hause angekommen untersuchen wir das Tier erstmal. Auf den ersten Blick können wir keine Verletzungen feststellen, doch nach ein paar Stunden legt er sich auf die Seite, rudert mit den Beinchen und krampft sehr stark.

Nach der Gabe von Vitamin-B-Komplex entspannt er sich wieder.

Nun sitzt er zu seiner eigenen Sicherheit erstmals im geräumigen Käfig zur Beobachtung. Leider frisst er noch nicht. Außer einem Mega-Schnupfen, Würmer und Kokzidien konnten wir nichts feststellen.

Schnupfen und Würmer werden wir sofort behandeln, Kokzidien erst danach, denn ein Gesamtpaket würde er bestimmt nicht überleben.


Zusammenführung der Rabenvögel


In der neuen Voliere angekommen hängt Josef zuerst ängstlich am Gitter...

Ganz geheuer sind ihm die zwei großen schwarzen Vögel anfangs nicht.....

 

Nach ca. 15 Minuten merkt Josef, dass die Dame des Hauses doch nicht so schrecklich ist, wie er zuerst angenommen hat... Sie macht ihm sogar "schöne Augen" und kriegt sich fast vor lauter "Liebe" nicht mehr ein...

Nach weiteren 15 Minuten hat er zwei neue beste Freunde für den Rest seines Lebens gefunden


26.09.2018

Josef kommt nicht mehr. Bestimmt ist er unterwegs auf der Suche nach Artgenossen. Leb wohl, kleine Dohle


Lilli, die Wachteldame


Wir holen erneut einen "Notfall" aus Deggendorf ab. Eine Frau bat uns, ihr ein Rebhuhn abzunehmen, das in einer Kleingartenanlage in Plattling gefunden wurde. Es stellt sich heraus, dass es kein Rebhuhn sondern eine noch flugunfähige Wachteldame ist. Ihr Name ist Lilli. Als Dankeschön für die Übernahme "schenkt" sie mir gleich ein Ei  :-)

19.07.2018

Lilli geht es gut. Tagsüber darf sie ins Freigehege, abends geht´s zu ihrem eigenen Schutz vor Wiesel, Uhu und Co. wieder rein in den Käfig. Sie frisst gut und entwickelt sich prächtig.

21.07.2018

Lilli holt sich ihre Streicheleinheiten ab

30.07.2018

Da das Wachtelkind Lilli sehr einsam ist, haben wir beschlossen, ihr ein paar Freundinnen zu besorgen. In der Nähe von Osterhofen werden wir fündig. Nun ist unsere Süße nicht mehr alleine und freundet sich sofort mit einer der Damen an. Sie bekommt 7 Freundinnen und 1 Freund


Zirro, der Flugkünstler


Anfang August bringt uns unser Falkner einen verunfallten Sperber. Wir nennen ihn Zirro. Der Flügel hängt herab. Er kann nicht mehr fliegen. Bald bemerken wir, dass der Flügel nicht gebrochen, sondern nur verstaucht ist. Im November 2018 ist es dann soweit.... er kann wieder zurück in die Freiheit.


Nele


Nele bekommen wir im Januar 2019 fast tot. Sie wird auf einem Balkon in der Nähe Hengersberg von einem Jäger gefunden und zu uns gebracht. Auch ihr Beinchen ist gebrochen. Wenn sie wieder ganz gesund ist, darf sie zurück in die Freiheit.