Ricka, unser kleines Rehlein



Byrdie - aus dem Tierheim Bayreuth


Byrdie wurde uns von einer Mitarbeiterin aus dem Tierheim Bayreuth überlassen. Er wurde von der Tierheimleiterin aufgezogen. Leider hat er (wahrscheinlich wegen Rachitis) ein verkrüppeltes Beinchen, aber er kommt gut damit zurecht.

Byrdie ist ein echter Schatz. Sehr redefreudig und unheimlich sanft im Umgang mit Artgenossen, anderen Tieren oder uns.

Byrdie entwickelt sehr gut. Mein Tierarzt und ich versuchen nun mit homöopathischen Mitteln und Greifübungen sein verkrüppeltes rechtes Beinchen wieder heilen zu können. Jung genug ist er ja noch. Vielleicht haben wir damit Erfolg.

 

Am 02.10.2018 stirbt Byrdie durch einen Habicht.


Rosalie


31.07.2018

Frau Ulrike P. aus G. macht in den Pfingstferien 2018 Urlaub in der Nähe des Brenners. Beim Spazierengehen mit ihrem Hund bemerkt sie, dass eine junge Rabenkrähe aus dem Nest gefallen ist. Anfangs denkt sie noch, dass die Elternvögel das Kleine bestimmt versorgen. Doch auf dem Rückweg sieht sie, dass dies nicht der Fall ist. Kurzerhand nimmt sie den Nestling mit und zieht Rosalie, wie sie die Kleine nennt, mit sehr viel Liebe und Geduld auf.

 

Rosalie entwickelt sich prächtig und hängt sehr an ihrer Ziehmama. Auch draußen darf sie frei fliegen, was sie natürlich dazu veranlasst, nicht nur ihre Ziehmama, sondern gleich die ganze Nachbarschaft mit ihrer Anwesenheit zu beglücken.

Schweren Herzens sucht Frau P. nun eine dauerhafte Bleibe mit Artgenossen für Rosalie. Sie wird auf uns aufmerksam und ruft uns an. Selbstverständlich sagen wir zu.

 

Gleich morgens fährt Frau P. los, um ihrer Rosalie ein schönes, artgerechtes neues Leben bieten zu können.

Rosalie darf erstmals für ein paar Minuten gleich zu ihren Artgenossen in die Voliere. Das gefällt ihr sichtlich überhaupt nicht. Dann nehmen wir sie wieder mit ins Haus, damit sie sich erst einmal an uns gewöhnen kann, bevor sie auch bei uns draußen ungestutzt mit Igor, Mimu und Josef ihre Bahn zieht.

 

Im Moment ist nichts vor ihr sicher. Ganz egal ob Kugelschreiber, Metallstuhl, Pfandflasche oder Teelichter. Sie kann alles gebrauchen. Glasflaschen, Teelichter und andere diverse Utensilien wurden von uns gleich evakuiert, damit Rosalie nicht zu Schaden kommt.

Selbst unser Hudson hat bereits Rosalies Schnabel kennengelernt. Alles wird von vorne bis hinten, von oben bis unten untersucht....

Kaum zu glauben.....

Öffnet der kleine Wirbelwind tatsächlich mein Handy und stiehlt punktgenau die 50 Euro aus der Handytasche raus, die ich hinter all meinen Karten versteckt habe.

Ich wollte sehen, ob es nur Zufall war, steckte die 50 Euro wieder zwischen die Karten. Sie holte sich wieder gezielt das Geld.

Nächster Versuch - in anderer Reihenfolge zwischen den Karten versteckt - und wieder hatte sie die 50 Euro.

 

Ein paar Stunden später sah sie mir zu, wie ich meine Geldbörse öffnete und nachsah, wieviel Geld noch drin ist. Genauso wie ich öffnete sie die Börse und entnahm wieder das Geld....Sie ist eine kleine diebische Krähe mit seeeehr viel Verstand. Vielleicht wollte sie einkaufen gehen ?!?

 

Sie kann ALLES gebrauchen und versteckt es in ihrem Nest.

 

Anfangs erwähnte ich, dass ich Rosalie täglich für ein paar Minuten zu den anderen Vögeln in die Voliere bringe. Das habe ich NIE getan, denn Rosalie ist einfach zu freiheitsliebend, als dass ich sie einsperren kann und möchte. Im Gegenteil.... Igor und Mimu dürfen zu ihr und Byrdie nach draußen in den Garten

Am 8. September 2018 holte Frau P. Rosalie wieder ab mit der Begründung, dass ich die Tiere nicht artgerecht halte. Was ist artgerecht? Für mich bedeutet es, dass ein Tier glücklich ist. Und Rosalie war überglücklich.

Rosalie durfte sich bei uns frei bewegen. Nun sitzt sie in Weimar in einer Voliere.


Hansi (Josef), der Gefängnisvogel


11.07.2018

Heute erreichte uns ein besonderer Hilferuf aus der JVA Straubing.

Ein Häftling schrieb einen Bittbrief an uns, dass wir einen jungen, flugunfähigen Raben, der in der JVA im Garten landete, aufnehmen sollen. Dem Mann und seinen Mitgefangenen liegt das Tier sehr am Herzen. Sie geben ihm den Namen "Hansi" . Sie glauben,  dass dieser wahrscheinlich den Winter nicht überleben wird.

Normalerweise bitten wir die Finder, die Tiere zu uns zu bringen. Dieses Mal machen wir mal eine Ausnahme. Wir fahren nach einem Telefonat mit der zuständigen Stelle sofort los und versuchen, den Vogel (kein Rabe sondern eine Dohle mit kaputten Flügelfedern und ohne Schwanz) so sanft als möglich zu fangen. Dies gelingt uns relativ schnell, da er nur noch flattern, aber nicht mehr fliegen kann.

 

Zu Hause angekommen untersuchen wir das Tier erstmal. Auf den ersten Blick können wir keine Verletzungen feststellen, doch nach ein paar Stunden legt er sich auf die Seite, rudert mit den Beinchen und krampft sehr stark.

Nach der Gabe von Vitamin-B-Komplex entspannt er sich wieder.

Nun sitzt er zu seiner eigenen Sicherheit erstmals im geräumigen Käfig zur Beobachtung. Leider frisst er noch nicht. Außer einem Mega-Schnupfen, Würmer und Kokzidien konnten wir nichts feststellen.

Schnupfen und Würmer werden wir sofort behandeln, Kokzidien erst danach, denn ein Gesamtpaket würde er bestimmt nicht überleben.

15.07.2018

"Hansi" entwickelt sich prächtig. Seinen Schnupfen hat er Dank der pflanzlichen Medikamente vollständig auskuriert. Würmer sind auch "in Bearbeitung". Wie man unschwer auf den unteren Bildern erkennen kann, ist er der "King" im Wohnzimmer. Wir haben Hansi umbenannt in Josef - wir finden, dass der Name 1. besser zu ihm passt und 2. sein Retter so mit Vornamen heißt.

17.07.2018

Josef wird immer fideler. Im Moment entwickelt er sich zu einem richtig kleinen "Satansbraten". Abends, wenn er in seinen Käfig muss, klopft er im Sekundentakt an die Rückwand. Erst wenn es ganz dunkel ist, gibt auch er Ruhe.

Morgen behandeln wir ihn gegen Kokzidien. Wahrscheinlich wird ihm sein Wasser die nächsten zwei Tage nicht sehr gut schmecken.

21.07.2018

Josef lebt sich gut ein

08.09.2018 - 11.09.2018

Für Josef ist es nun soweit, er darf aus der Voliere raus. Sofort fliegt er auf den nächsten Baum, um sich eine Birne einzuverleiben.

Täglich besucht uns Josef und schaut nach dem Rechten.

26.09.2018

Josef kommt nicht mehr. Bestimmt ist er unterwegs auf der Suche nach Artgenossen. Leb wohl, kleine Dohle


Lilo


Am 5. April 2018 wird sie zusammen mit ihren Geschwistern Klein-Willi und Schleiferl von Vroni zur Welt gebracht.

Sie ist immer sehr lebenslustig und zu allen Streichen aufgelegt.

Am 01.09.2018 starb unsere kleine Lilo sehr qualvoll, bevor die Tierärztin sie einschläfern konnte. Die Ursache ist trotz Obduktion unklar.


Vroni


Am 5.2.2018 kauften wir Vroni aus ganz schlechter Haltung frei. Im April gebar sie drei wunderschöne und gesunde Kitze. Sie war eine tolle Mama.

 

Am 30.08.2018 starb Vroni schnell und unerwartet. Die Todesursache konnte nicht geklärt werden.


The Totem Star Madonna

Rasse:  Appaloosa

Der Ruhepol der Herde


geboren am 5. Mai 1991 in Kanada.

Sie ist von sehr edlem Geblüt. Sie ist die letzte direkte Tochter vom sehr berühmten Appaloosa-Hengst "The Totem".

Unser ehemaliger Hufschmied holt sie 2011 aus schlechter Haltung heraus und stellt sie bei uns ein, weil er keinen Platz in seiner Herde hat. 2013 schenkt er sie unserer damaligen Reitbeteiligung. Da Madonna aber immer Hufprobleme hat, wird sie schnell für das Mädchen uninteressant. Sie möchte Madonna einschläfern lassen. Doch dies´ verhinderen wir.

Seit dieser Zeit lebt sie als als Gnadenbrotpferd bei uns. Sie ist der ruhende Pol unserer kleinen Herde und Ziehmama von Picasso, unserem Ochsen.

Am 02.08.2018 mussten wir unsere geliebte Madonna über die Regenbogenbrücke begleiten.

Sie wollte nicht mehr leben. Hätte sie noch laufen gekonnt, wäre sie der Tierärztin entgegen gehumpelt.

Janina und ich waren bis zum letzten Atemzug bei ihr.

Sie ging sehr friedlich und überzeugt von uns.

Ruhe in Frieden süße Maus. Du bist immer in unseren Herzen verankert.

 

Das, was mir persönlich fast das Herz brach, war die Reaktion ihres Ziehkindes Picasso:

Er sah, wie wir Madonna abtransportierten, brüllte wie von Sinnen und durchbrach zwei mit Strom geladene Zäune, um ihr nachzulaufen. Willi hielt an und Picasso leckte seine Mama zum letzten Mal von der Schnute bis zur Schweifrübe ab. Das war seine Art, Abschied zu nehmen.


Lilli


Im April wird Lilli in einem kleinen Stall in Wolfstein geboren. Im Alter von 6 Monaten kommt sie zu uns

Am 17.01.2018 um 16:42 Uhr ist unsere geliebte Lilli nach kurzer schwerer Krankheit über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie starb schmerzlos und sehr schnell in meinen Armen eines natürlichen Todes.

Ruhe ich Frieden kleiner Schatz